Werkstoffe

Die am häufigsten eingesetzten Stähle im Metall- und Apparatebau sind folgende Werkstoffe.

Werkstoff 1.4301 (V2A):
Wird überall dort eingesetzt, wo keine starke Korrosionsbeanspruchung zu erwarten ist (Metallbau, Getränketanks).

Beizempfehlung:
Nicht mit zu starken Beizen behandeln, da es vor allem bei zu hohen Außentemperaturen zu helldunkeln Flecken (Wolken) neigt. Wir empfehlen Beizpaste extra oder Sprühbeize zu verwenden.

Werkstoff 1.4541 (V2A):
Einsatz wie bei Werkstoff 1.4301. Verwendung auch in der Klärwerkstechnik.

Beizempfehlung:
Es ist ratsam eine möglichst schwache Beize zu verwenden, da bei diesem Material die Wolkenbildung noch ausgeprägter ist.Wir empfehlen Beizpaste extra oder Sprühbeize zu verwenden.

Werkstoff 1.4571 (V4A):
Einsatz überall dort, wo ein höheres Korrosionspotential vorhanden ist. Werkstoff ist resistenter gegenüber aggressiven Medien durch höheren Chrom- und Nickelgehalt. Außerdem wurde noch Molybden zulegiert.

Beizempfehlung:
Resistenter gegenüber den Edelstahlbeizen als die Werkstoffe 1.4301 und 1.4541. Einwirkzeit etwas länger.Wir empfehlen Beizpaste extra , Sprühbeize oder Sprühbeize extra zu verwenden.

Werkstoff 1.4462 (Duplex):
Sehr resistent gegenüber aggressiven Medien. Übertrifft den Werkstoff 1.4571. Stellt im Vergleich zu den oben angeführten austenitischen Werkstoffen den Typus des austenit-ferritischen Werkstoffs dar. Mit anderen mechanischen Eigenschaften und anderem Verhalten beim Schweißen. Einsatz in der chemischen Industrie.

Beizempfehlung:
Resistent gegenüber Beizen. Starke Beizen mit hohem Säureanteil ratsam. Einwirkzeit mehrere Stunden bzw. über Nacht. Wir empfehlen Beizpaste extra spezial oder Sprühbeize extra spezial zu verwenden.

WerkstoffEinsatzBeizempfehlungWir empfehlen
1.4301
(V2A):
Wird überall dort
eingesetzt, wo
keine starke Kor-
rosionsbeanspruch-
ung zu erwarten ist (Metallbau,
Getränketanks)..
Nicht mit zu
starken Beizen behandeln, da
es vor allem bei zu hohen Außentemp-
eraturen zu helldunkeln Flecken (Wolken) neigt.
Beizpaste extra oder Sprühbeize zu verwenden.
1.4541 
(V2A):
Einsatz wie bei
Werkstoff 1.4301. Verwendung auch
in der Klärwerks-
technik.
Es ist ratsam
eine möglichst
schwache Beize zu verwenden, da
bei diesem Material
die Wolkenbildung
noch ausgeprägter
ist.
Beizpaste extra oder Sprühbeize zu verwenden.
1.4571 
(V4A):
Einsatz überall
dort, wo ein
höheres Kor-
rosionspotential
vorhanden ist.
Werkstoff ist resis-
tenter gegenüber aggressiven Medien
durch höheren
Chrom- und Nickel-
gehalt. Außerdem
wurde noch Molybden zulegiert.
Resistenter gegen-
über den Edelstahl-
beizen als die
Werkstoffe 1.4301
und 1.4541. Einwirk-
zeit etwas länger.
Beizpaste extra, Sprühbeize oder Sprühbeize extra zu verwenden.
1.4462 
(Duplex):
Sehr resistent
gegenüber ag-
gressiven Medien.
Übertrifft den
Werkstoff 1.4571.
Stellt im Vergleich
zu den oben an-
geführten austen-
itischen Werkstoffen
den Typus des
austenit-ferritischen Werkstoffs dar. Mit anderen mecha-
nischenEigen-
schaften und anderem Verhalten beim Schweißen. Einsatz in der chemischen Industrie.
Resistent gegen-
über Beizen. Starke
Beizen mit hohem Säureanteil ratsam. Einwirkzeit mehrere Stunden bzw. über
Nacht.
Beizpaste extra spezial oder Sprühbeize extra spezial zu verwenden.

Beizfehler oder unerwünschte Nebeneffekte

Bei allen Edelstahlbeizen kommt es nach der Einwirkzeit an den gebeizten Zonen durch Materialabtrag zu Mattierungen. Dies ist nicht zu vermeiden. Eine Minimierung ist durch Verkürzen der Reaktionszeit oder Wechseln zu einem Beizmittel mit reduzierten Säureanteil möglich.

Schwarze Einbrände auf der Naht und im Randbereich der Schweißraupe sind durch Beizen nicht zufriedenstellend zu entfernen. Diese Carbide lassen sich nur mechanisch beseitigen. Am effektivsten ist aber die Optimierung der Schweißparameter.

Verunreinigungen und Fette auf der Oberfläche sollten mit dem Beizreiniger entfernt werden. Wird dies unterlassen, kann es zu einem uneinheitlichen Erscheinungsbild der gebeizten Oberfläche führen. Außerdem wird beim Behandeln in Beizbädern die Standzeit des Bades verkürzt.

Alle gebeizten Werkstücke müssen zum Entfernen der Verzunderungen und Verunreinigungen mit einem Hochdruckreiniger abgespült werden. Der Druck sollte mindestens 130 bar betragen.

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